Familienzusammenführung nach 310 Jahren geglückt!

Auszug Heimatbuch Zumberak

Es war im Januar dieses Jahres als Monika Bračika aus Slowenien im Heimatbuch der Region Žumberak auf Seite 217 einen Artikel zu ihrem Mädchennamen fand, der sie sofort veranlasste, mit dem Familiengeschichtsforscher Hans-Jürgen Schröter aus Wittichenau in Deutschland Kontakt aufzunehmen. Sie war mächtig erstaunt darüber, dass ein Namensvetter aus ihrer Heimatregion als historisches Vorbild eines lausitzer Sagenhelden bekannt wurde und heute noch verehrt wird. Die alten Erzählungen ihrer Großmutter schienen sich zu bestätigen. Endlich war eine Spur zum ältesten Vorfahren der Familiensippe Šajatović aus Žumberak in Kroatien gefunden. Und viele der geschilderten Einzelheiten, die der Verfasser des Artikels, hier der Theologiestudent Janko Šandor aus Žumberak auf Bitte von Herrn Schröter erwähnte, trafen tatsächlich zu. Der gesamte Familienstamm geriet in helle Aufregung, waren doch alle, wie Janko Šajatović auch, stolzer uskokischer Abstammung. Monika Bračika ließ es sich daher nicht nehmen, sofort nach Deutschland zu reisen und sich mit Herrn Schröter als Biografen des Johann von Schadowitz, wie Janko Šajatović auf Deutsch heißt, und dem KRABAT-Darsteller Wolfgang Kraus zu treffen.

Monika Bracika und Wolfgang Kraus an derGedenktafel

In Deutschland angekommen begab sie sich sofort nach Wittichenau und besuchte dort als Erstes die katholische Grabeskirche ihres Vorfahren. Sie ging langsam in Richtung Altar und hielt dann inne. Bedächtig näherte sie sich der linksseitig angebrachten Gedenktafel mit dem Auszug aus dem Sterbebuch der Pfarrei, die den Sterbeeintrag von Johann von Schadowitz aus dem Jahr 1704 widergibt. Sie streicht mit ihrer rechten Hand langsam über die Tafel und gedenkt Seiner in einer langen Minute. Dann trat sie zurück und erzählt sichtlich bewegt Auszüge aus der stolzen Geschichte ihres Familienstammes.

 

Eva-Maria Mrosk, Wolfgang Kraus & Monika Bracika

Danach begab sie sich nach Groß-Särchen, einem Nachbarort von Wittichenau, wo das Wohnhaus des Johann von Schadowitz, alias KRABAT der Oberlausitz, stehen sollte. Dort angekommen ging sie schnellen Schrittes auf den alten Hof und bewunderte die Umgebung. „Genauso sieht es bei uns zu Hause in Žumberak aus“, waren ihre Worte. Erst dann begrüßte Sie die heutigen Grundstückseigentümer.

Was folgte, war ein langer Abend und ein spannender weiterer Tag mit vielen Gästen und Informationen rund um die Herkunftsregion, dem historisch verbürgten Leben und der Sagenfigur des Johann von Schadowitz, alias KRABAT.

Wolfgang Kraus, als KRABAT-Darsteller offizieller touristischer Botschafter der Oberlausitz, Hans-Jürgen Schröter als Biograf des Johann von Schadowitz, Frau Liepert als Gastgeberin im Fledernausschloss Weißig, Frau Mrosk vom EMK-ServiceBüro Groß-Särchen, Herr Deutschmann, Vorsitzender des KRABAT e.V., und Herr Zschornak, Bürgermeister von Nebelschütz, begleiteten Frau Bračika bei ihrem Besuch, der viele bewegende Eindrücke hinterließ.

„Ich komme wieder und bringe die gesamte Familie mit“, waren ihre Worte. Und so erwarten wir in Kürze zwei Reisegruppen aus Slowenien und Kroatien, die ihren gemeinsamen Vorfahren ehren und die schöne Oberlausitz kennen lernen wollen.

Mehr zum Thema lesen sie auch hier:

Quelle: Lausitzer Rundschau

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und hier:

Quelle: Sächsische Zeitung

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