Datenschutz in der Genealogie

Unter dem Begriff „Datenschutz“ versteht man den Schutz des Persönlichkeitsrechts bei der Verarbeitung personenbezogener Daten. Das Schutzziel aller Datenschutzbestimmungen ist demnach die Wahrung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung, welches sich als allgemeines Persönlichkeitsrecht aus dem Grundgesetz (Art. 2 Abs. 1 & 2 GG) herleitet. Nach der geltenden Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes ist der Datenschutz somit ein Grundrecht, wonach der Betroffene grundsätzlich selbst entscheiden kann, welche persönlichen Daten er wie und wem bekannt gibt. Die Umsetzung dieses Grundrechtes erfolgt in den meisten Landesverfassungen als aufgenommene Datenschutzregelung.

Das Genealogie-Center-Schröter als privates Unternehmen unterliegt der Aufsicht der Datenschutzaufsichtsbehörden für den nicht-öffentlichen Bereich, die beim Landesdatenschutzbeauftragten im Land Sachsen angesiedelt ist. Als dienstanbietende Agentur für genealogische und historische Dienstleistungen sind wir ordnungsgemäß nach § 4d Abs. 1 BDSG angemeldet und beachten die Regelungen zur Datensicherung nach § 9 BDSG.

Nach § 28 Abs. 1 Nr. 3 des Bundesdatenschutzgesetzes dürfen wir als Agentur personenbezogene Daten regelmäßig dann erheben und verarbeiten, wenn die Daten allgemein zugänglich sind oder aus allgemein zugänglichen Quellen (Presse, Rundfunkt, Film und Fernsehen sowie jegliche Art von analogen und digitalen Publikationen) stammen und keine offensichtlichen Gründe ersichtlich sind, dass Betroffene ein schutzwürdiges Interesse an einem Ausschluss dieser Nutzung haben.

Hinsichtlich des Rechtes auf informationelle Selbstbestimmung bleibt zu berücksichtigen, dass das Recht auf informationelle Selbstbestimmung keine absolute und uneingeschränkte Herrschaft des Einzelnen über seine Daten begründet. Nach der geltenden Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes sind personenbezogene Informationen auch immer ein Abbild der sozialen Realität, die gemeinschaftsbezogen und gemeinschaftsgebunden keine absoluten Ausschließlichkeitsrechte begründen. Damit findet das Bundesdatenschutzgesetz auf die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten durch natürliche Personen dann keine Anwendung, wenn die Verarbeitung der Daten ausschließlich für private oder familiäre Zwecke erfolgt (vergl. § 1 Abs. 2 Nr. 3 und § 27 Abs. 1 Satz 2 BDSG). Für den Fall, dass die Ergebnisse der Familienforschung an Dritte weitergegeben oder veröffentlicht werden sollen, geben die weitergehenden Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes (z.B. § 28 BDSG) in Verbindung mit weiterführenden und ausschließenden Regelungen des Rundfunkstaatsvertrages (§ 56 & 57 RStV) entsprechende Hinweise.

Letztlich ist zu beachten, dass das allgemeine Persönlichkeitsrecht wie auch das Recht auf informationelle Selbstbestimmung nach § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches im Falle einer Verletzung oder eines Verstoßes eine Schadensersatzpflicht auslösen kann.

Zur Einhaltung und Gewährleistung der datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen für die Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten verpflichtet sich das Genealogie-Center-Schröter im Interesse seiner Kunden die gesetzlichen Bestimmungen strikt zu beachten und zu befolgen. Ihre an uns übermittelten Informationen werden daher grundsätzlich vertraulich behandelt und nur mit Ihrer ausdrücklichen vorherigen schriftlichen Zustimmung in dem von Ihnen festgelegten Umfang Dritten zugänglich gemacht.