Namenforschung / Namenkunde / Namendeutung

Die Namenforschung (auch Namenkunde oder Onomastik genannt) ist eine Teildisziplin der Sprachwissenschaft, die sich mit der Erforschung der Herkunft und Entstehung, Verbreitung und Bedeutung von Namen befasst. Sie beschreibt spezifische Eigenschaften von Namen und gibt Auskunft über sprachliche Formen, über ursprüngliche Berufe und ehemalige Heimatgebiete der Vorfahren des Namenträgers.

Das vorrangige Ziel der Namenforschung besteht in der Entschlüsselung der Bedeutung des Namens.

 

Der Nachname oder auch der Familienname ist gemessen an der Geschichte der Menschheit noch relativ jung. Erst mit der schriftlichen Überlieferung setzte in unserem Sprachraum auch die Überlieferung von Namen ein. Diese Namen waren aber noch keine Nachnamen, sondern in der Regel nur Ruf- oder Taufnamen. Dabei waren die frühen germanischen Rufnamen meist zweigliedrig (Ger + linde, Wolf + gang oder Her + mann). Bis ins 4. Jahrhundert wurden diese zwei Glieder zumeist sinnvoll aufeinander bezogen und kombiniert. In den folgenden Jahrhunderten kamen dann auch fremdsprachige, christliche und Heiligennamen  hinzu, die durch viele abgewandelte Varianten zahlreiche neue Rufnamen hervorbrachten. Man benennt diese Zeit daher auch die Zeit der Einnamigkeit. Erst um die Jahrtausendwende entwickelten sich zusätzliche differenzierende Beinamen, aus denen dann schließlich die ersten Familiennamen entstanden. Die Familiennamen, die sich in einem langen Entwicklungsprozess aus den früheren Beinamen entwickelt haben, gibt es erst seit ca. 800 Jahren.

Bei der Entstehung der Bei- und Familiennamen spielten unterschiedliche Motivationen eine Rolle. Der Name des Vaters, der ausgeübte Beruf, die Herkunft, die Lage der Wohnstätte oder eine äußerliche bzw. charakterliche Auffälligkeit oder Eigenschaft der Person, immer lag dem Familienname eine ursprüngliche Bezeichnung zu Grunde, der die Familienmitglieder aus der Masse hervorhob. Mundartbedingt unterlagen diese Familiennamen über Generationen hinweg starken Veränderungen in ihrer Aussprache und Schreibweise. Oft erfolgten die Dokumentationen der Namen nach Gehör oder nach der Schreibkunst des Schreibers. Teilweise sind diese Veränderungen bis heute so erheblich, dass eine Erklärung der Familiennamen oft nicht einfach und eindeutig ist.

Im deutschen Sprachraum unterscheidet man heute zwischen Familiennamen aus Rufnamen (z.B. Gerhard Friedrich), aus Herkunfts- und Wohnstättennamen (z.B. Walter Kirchhof), aus Berufsbezeichnungen (z.B. Jochen Müller) und aus  Übernamen (z.B. Manfred Reich), die alle einen hoch- oder niederdeutschen Ursprung haben.

 

 

Das Genealogie-Center-Schröter hilft Ihnen, Ihren Namen zu entschlüsseln und zu deuten.  Ihr Name wird damit zum ältesten Zeugnis Ihrer Familiengeschichte.

Den Inhalt und die Form unserer Expertise bestimmen Sie selbst. Sie können zwischen Expertisen in ansprechender Urkundenform, Kurzexpertisen und ausführlichen etymologischen Expertisen in Berichtsform wählen.

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